2026 BMW i4: Performance Electric neu definiert

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Der BMW i4 2026 stellt eine bedeutende Weiterentwicklung in der Elektrofahrzeuglandschaft dar und schließt effektiv die Lücke zwischen traditioneller BMW-Leistung und emissionsfreiem Fahren. Ursprünglich als elektrisches Gegenstück zum 4er Gran Coupé (beide mit dem Modellcode G26) konzipiert, nutzt der i4 die „Cluster Architecture“-Plattform von BMW – eine Mischung aus hochfestem Stahl und Aluminium – für eine robuste und dennoch leichte Bauweise.

Entwicklung von Leistung und Reichweite

Der i4 wurde 2021 mit einem 81,3-kWh-Akku und Einzel- oder Doppelmotoroptionen auf den Markt gebracht und hat sich stetig verbessert. Ende 2022 stellte BMW die eDrive35-Variante vor, die mit einer 67,1-kWh-Batterie und 282 PS ausgestattet ist und die Zugänglichkeit ohne Einbußen bei der Reichweite erweitert. Alle Modelle sind jetzt mit Siliziumkarbid-Wechselrichtern ausgestattet, was die offizielle Reichweite auf beeindruckende 380 Meilen erhöht – diese Zahl variiert jedoch je nach optionaler Ausstattung und Radgröße.

Das aktuelle Spitzenmodell i4 M60 xDrive baut auf dieser Grundlage auf und ersetzt den bisherigen M50 xDrive. Die Leistung wurde von 537 PS auf 593 PS gesteigert, während das maximale Drehmoment bei 586 Nm gehalten wurde. Dies führt zu spürbaren Leistungssteigerungen, wie aktuelle Tests belegen.

Handhabung und Leistung

Die Federung des i4 nutzt völlig unabhängige Achsen mit Schraubenfedern vorne und selbstnivellierender Luftfederung hinten. Adaptive Dämpfer und variable Lenkung sind beim M60 serienmäßig und sorgen für ein präzises Handling. Das mit verbesserten M-Sportbremsen ausgestattete Testfahrzeug wog 2231 kg – etwas schwerer als homologiert, aber leichter als Konkurrenten wie der Audi S E-tron GT und der Volkswagen ID 7 GTX.

Tests bestätigen diese Verbesserungen: Der M60 beschleunigt in 3,8 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (gegenüber 4,1 Sekunden beim M50) und legt die stehende Viertelmeile in 12,5 Sekunden zurück, was einer Verbesserung um 0,6 Sekunden entspricht. Die sanfte und unerbittliche Beschleunigung des Autos kann jedoch das emotionale Erlebnis des Hochleistungsfahrens herunterspielen.

Interieur und Technik

Im Inneren verfügt der i4 über eine neu gestaltete Kabine mit dem BMW Operating System 8.5, einschließlich eines gebogenen Displays, das die 12,3-Zoll-Instrumententafel und den 14,9-Zoll-Infotainment-Hub integriert. Der neue Gangwahlschalter ist zwar optisch auffällig, aber weniger intuitiv als das vorherige Design. Einige Features, wie die verstellbare Lordosenstütze und ein Head-up-Display, bleiben optionale Extras.

Der Platz für die Fondpassagiere ist etwas begrenzt, sodass er eher für Kinder als für Erwachsene geeignet ist. Allerdings bietet das Liftback-Design 470 Liter nutzbaren Laderaum – mehr als der Audi S E-tron GT (350 Liter).

Fahrerfahrung und abschließende Gedanken

Der i4 M60 liefert sofortige, kontrollierbare Leistung. Das „Iconic Sounds Electric“-System von BMW bietet ein einzigartiges Hörerlebnis, auch wenn seine synthetischen Töne möglicherweise nicht jedermanns Sache sind. Das Auto bietet drei Stufen des regenerativen Bremsens, es fehlt jedoch ein echter Ein-Pedal-Modus.

Auf der Straße fühlt sich der i4 souverän und ausgewogen an, mit präziser Lenkung und minimaler Seitenneigung der Karosserie. Selbst auf standardmäßigen 18-Zoll-Rädern bietet es ausreichend Grip und ermöglicht ein kontrolliertes Übersteuern, wenn die Stabilitätskontrolle deaktiviert ist. Der Torque-Vectoring-Allradantrieb sorgt für eine schnelle Stabilisierung unter Last und macht ihn zu einem attraktiven und leistungsstarken Fahrzeug.

Der BMW i4 2026 verbindet erfolgreich Elektroantrieb mit der markentypischen Fahrdynamik. Während einige Funktionen hinter optionalen Paketen verborgen bleiben, machen die Leistung, das Handling und der raffinierte Innenraum des Fahrzeugs es zu einer überzeugenden Option auf dem High-End-Elektrofahrzeugmarkt.