BMW steckt mitten in der finalen Entwicklung seiner vollelektrischen Sportlimousine i3, einem Modell, das als Schwestermodell des SUV iX3 positioniert ist, aber auf ein ansprechenderes Handling ausgelegt ist. Die jüngsten Tests fanden im schwedischen Arjeplog statt – einem Drehkreuz für kaltes Wetter, das seit den 1970er-Jahren von Automobilherstellern wie Mercedes-Benz und Bosch genutzt wird –, wo Prototypen durch verschneite Straßen und Eispisten in der Nähe des 2006 eröffneten BMW-Testzentrums geschoben wurden.
Leistung und Antriebsstrang
Die getesteten i3 50 xDrive-Prototypen verfügten über einen 463 PS starken Doppelmotor-Antriebsstrang, der mit dem iX3 geteilt wurde, sowie über einen geschätzten 112-kWh-Akku, der eine EPA-Reichweite von etwa 400 Meilen ermöglicht.
Wichtiger Punkt : Obwohl der i3 mechanisch dem iX3 ähnelt, verfügt er über ein einzigartiges Fahrwerks-Setup, das auf dynamischeres Fahren abgestimmt ist und sich an der 3er-Reihe von BMW orientiert. Es wird erwartet, dass der i3 leichter ist als der iX3 (schätzungsweise 5.100–5.300 Pfund), was die Agilität verbessert.
Umgang mit Dynamik und Softwaresteuerung
Der erste Eindruck deutet darauf hin, dass der i3 trotz Verbesserungen nicht ganz den agilen Geist der 3er-Reihe einfängt. Um sein sportliches Potenzial auszuschöpfen, müssen Fahrer den Sportmodus aktivieren und die Stabilitätskontrolle deaktivieren, um kontrollierte Drifts auf vereisten Oberflächen zu ermöglichen.
Das ist wichtig, weil : Der neue firmeneigene Software-Stack von BMW, der erstmals im iX3 zum Einsatz kam, priorisiert Stabilität vor absoluter Leistung. Dieses System integriert Lenkung, Bremsen und Antriebsstrangsteuerung über einen zentralen Server, was zu zehnmal schnelleren Reaktionen als bei früheren Konfigurationen führt.
Die Software verwaltet die Leistungsabgabe, Regeneration und sogar Lenkfunktionen, um Übersteuern zu minimieren und die Abhängigkeit von Reibungsbremsen zu verringern. Dieser Ansatz ist zwar sanfter als herkömmliche Interventionssysteme, kann sich jedoch einschränkend anfühlen und aggressive Fahrstile unterdrücken. Ingenieure bestätigen die laufende Softwareoptimierung, da die Produktion Ende 2026 näher rückt.
Testergebnisse und Erwartungen
Die in Arjeplog getesteten i3-Prototypen zeigten eine gute Leistung, aber die elektronische Steuerung des Autos schränkte sein volles Potenzial immer noch ein. Das System bremst das Auto mitten in der Kurve ab, verhindert so Aussetzer und verringert die Autonomie des Fahrers. Dennoch befassen sich die BMW-Ingenieure aktiv mit diesen Problemen, bevor der i3 in Produktion geht.
Das Ziel : den vollelektrischen Antriebsstrang des i3 mit dem agilen Fahrerlebnis in Einklang zu bringen, das man von der 3er-Reihe von BMW erwartet.
Der kommende BMW i3 stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer elektrischeren Zukunft dar. Das Endprodukt wird jedoch davon abhängen, wie effektiv BMW seinen Software-Stack verfeinert, um sowohl Sicherheit als auch aufregende Leistung zu bieten.




























