Die Hochleistungs-M-Abteilung von BMW bereitet sich auf den Ausstieg aus manuellen Getrieben vor, wobei CEO Frank van Meel erklärt, dass die wirtschaftlichen Argumente für eine weitere Entwicklung rapide schwächer werden. Diese Verschiebung spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, da Automobilhersteller im Zeitalter immer leistungsstärkerer Fahrzeuge einem zunehmenden Druck ausgesetzt sind, Effizienz und Leistungsabgabe zu optimieren.
Die rückläufige Wirtschaftlichkeit der dritten Pedale
Van Meel erklärte gegenüber Carsales.com, dass der Markt für Schaltgetriebe schrumpfe, was es schwieriger mache, die Investition in neue Designs zu rechtfertigen. Lieferanten sind weniger bereit, Ressourcen für ein Segment mit begrenztem Wachstumspotenzial bereitzustellen.
Das aktuelle Sechsgang-Schaltgetriebe, das in Modellen wie M2, M3, M4 und Z4 verwendet wird, ist auf etwa 440 Pfund-Fuß drehmomentbegrenzt. Diese Einschränkung verhindert den Einsatz in leistungsstärkeren Varianten wie den CS-Modellen und erfordert kostspielige neue Getriebekonstruktionen.
„Es wird in Zukunft ziemlich schwierig werden, komplett neue Getriebe zu entwickeln, weil das Marktsegment recht klein ist und die Zulieferer nicht so viel Lust darauf haben, so etwas zu machen.“
– Frank van Meel, BMW M CEO
Kundennachfrage vs. Praktikabilität
Trotz der finanziellen Realität erkennt BMW eine starke Kundennachfrage nach Handbüchern an, insbesondere bei Enthusiasten. Das Unternehmen will sie „so lange wie möglich“ anbieten und erkennt ihre emotionale Anziehungskraft an. Die langfristigen Aussichten sind jedoch klar: Mit der Dominanz von Elektrofahrzeugen und fortschrittlichen automatischen Systemen wird das manuelle Getriebe wahrscheinlich zu einem Nischenangebot werden und dann ganz verschwinden.
Warum das wichtig ist
Beim Niedergang manueller Getriebe geht es nicht nur um Gänge und Kupplungen. Es stellt eine umfassendere Verschiebung der Prioritäten im Automobilbereich dar: von der Einbindung des Fahrers hin zu automatisierter Leistung und Effizienz. Dieser Trend spiegelt die veränderten Verbraucherpräferenzen und die technischen Anforderungen moderner Hochleistungsmotoren wider. Die Frage ist nicht, ob Handbücher verschwinden, sondern wann.
