BMW M-Autos konkurrieren nicht mit sich selbst

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BMW M-Autos konkurrieren nicht mit sich selbst

Die Hochleistungs-M-Abteilung von BMW sieht trotz sich überschneidender Fähigkeiten nicht, dass ihre eigenen Modelle sich gegenseitig den Umsatz stehlen. Laut Frank van Meel, Chef von BMW M, kaufen Kunden nicht auf eine Weise zwischen M-Autos, die den Umsatz beeinträchtigt. Stattdessen entscheiden Käufer normalerweise zuerst, was sie wollen – Größe, Türen, Stil – und entscheiden sich dann für die extremste Version, die ihren Bedürfnissen entspricht.

Die Leistungsüberschneidung

Das neueste Beispiel ist der M2 CS zum Preis von 172.900 US-Dollar. Er ist teurer als ein Standard-M3, kann aber mit beeindruckenden Daten aufwarten: 30 kg weniger Gewicht, nur Hinterradantrieb und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden. Damit liegt er nahe am M3 CS Touring (3,5 Sekunden) und M4 CS (3,4 Sekunden). Auch das Leistungsgewicht des M2 CS liegt knapp unter dem des M4 CS.

Auf dem Nürburgring ist der M2 CS mit einer Rundenzeit von 7:25,53 gegenüber 7:21,989 nur 3,6 Sekunden langsamer als der M4 CS. Und das alles für 82.000 US-Dollar weniger als das Flaggschiff M4 CS.

Warum Käufer nicht vergleichen

Trotz der ähnlichen Leistung besteht van Meel darauf, dass Käufer sich nicht auf die Zahlen konzentrieren. Kunden legen Wert darauf, was ein Auto bietet, und nicht nur darauf, wie schnell es ist. Manche entscheiden sich einfach für einen M3, weil sie für den Familiengebrauch vier Türen benötigen. Andere wünschen sich ein bestimmtes Aussehen oder Gefühl.

„Manchmal sagen mir die Leute: ‚Ich möchte keinen M2, sondern einen M3, weil ich vier Türen brauche und die Kinder auf den Rücksitzen haben möchte‘“, erklärte van Meel.

Knappheit und Verlangen

Van Meel weist außerdem darauf hin, dass die begrenzte Verfügbarkeit von CS-Modellen die Nachfrage ankurbelt. Wenn ein Kunde einen M3 CS verpasst, greift er möglicherweise stattdessen zur nächsten Sonderedition. Die Seltenheit und die zusätzliche Leistung sind Hauptattraktionen.

Der M2 wirkt mit seinem Ducktail-Spoiler flink, während der M3 und der M4 eine aggressivere, vom Rennsport inspirierte Präsenz vermitteln. Jedes Auto hat seine eigene Identität und Käufer fühlen sich zu einem bestimmten Modell hingezogen, anstatt sich über geringfügige Leistungsunterschiede den Kopf zu zerbrechen.

Fazit: Käufer von BMW M lassen sich nicht durch überschneidende Spezifikationen verwirren. Sie kaufen, was sie wollen – und oft auch, was sie bekommen können –, anstatt auf dem Papier nach dem „besten“ Modell zu suchen. Die Exklusivität und die ausgeprägten Designoptionen der Marke sorgen dafür, dass jedes Auto seine eigene Nische findet.