BMW hat offiziell bestätigt, dass die 4er-Reihe trotz ihrer mechanischen Überschneidung mit der 3er-Reihe als eigenständige Modellreihe weitergeführt wird. Diese Entscheidung unterstreicht das Engagement der Marke, sowohl eine praktische Limousine/Kombi (3er-Reihe) als auch eine sportlichere, auf Coupés ausgerichtete Alternative (4er-Reihe) anzubieten. Die nächste Generation, die voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 nach der neu gestalteten 3er-Reihe auf den Markt kommen wird, wird eine neue M4-Performance-Variante umfassen und damit die Präsenz von BMW im Segment der Hochleistungs-Coupés aufrechterhalten.
Elektrische und hybride Zukunft
Die kommende 3er-Reihe von BMW wird über eine vollelektrische Version mit einer leistungsstarken M3-Variante mit vier Motoren und einer Leistung von bis zu 1000 PS (746 kW) verfügen. Die Marke besteht jedoch darauf, neben elektrischen Optionen auch weiterhin Benzinmotoren zu entwickeln. Bei Tests wurden bereits Prototypen eines M3 mit Hybridantrieb gesichtet, was eher auf einen Übergang als auf eine sofortige Abkehr von herkömmlichen Antriebssträngen hindeutet.
Das 4er Gran Coupé und die Marktdynamik
Während das 4er Gran Coupé in Australien Ende 2024 eingestellt wurde, ist die elektrische i4-Limousine (ein Konkurrent des Tesla Model 3) weiterhin erhältlich. Die Fortführung der 4er-Reihe ist von entscheidender Bedeutung, da ihr Fehlen die Zukunft des i4 gefährden und das M4-Emblem, ein wichtiges Leistungsmodell für BMW, abschaffen würde.
Strategische Modellüberschneidung
Die Entscheidung, sowohl die 3er- als auch die 4er-Reihe weiterzuführen, spiegelt den früheren Ansatz von Audi wider, Coupé-/Cabrio-Modelle (A5) von ihren Limousinen/Kombi-Pendants (A4) zu unterscheiden. Obwohl Audi seine Namensstrategie vereinfacht, beabsichtigt BMW, diese Unterscheidung beizubehalten und bestehende Plattformen und Synergien zu nutzen, um die Entwicklungskosten zu senken.
Executive-Bestätigung
Laut BMW-Technikvorstand Joachim Post spielt der 4er eine entscheidende Rolle in der Markenidentität. „Der 4er ist ein wichtiges Auto für uns. Er ist sportlicher [als der 3er], und BMW ist eine sportliche Marke, die auch auf der Leistungsseite eine klare Tradition hat.“ Er betonte, dass die 4er-Reihe eine effiziente Erweiterung bestehender Modelle darstelle und eine einfache Anpassung von Antriebssträngen und Designs ermögliche.
Die 4er-Reihe bietet Kunden wie der X4 (basierend auf dem SUV X3) eine sportlichere Ästhetik, ohne dass völlig neue Plattformen erforderlich sind, und maximiert so die Rentabilität und Modellvielfalt.
Neue Klasse Integration
Die Fahrzeuge der nächsten Generation von BMW werden auf der Neue-Klasse-Plattform gebaut, die mit dem iX3 erstmals vorgestellt wurde. Diese Plattform wird sowohl die Elektro- als auch die Hybridversionen der 3er- und 4er-Reihe unterstützen und so die zukünftige Kompatibilität mit fortschrittlichen Antriebssträngen und Fahrzeugtechnologie gewährleisten. Die Strategie des Unternehmens konzentriert sich auf „riesige Synergien“ mit minimalem Aufwand, um Derivate wie den M4 von Kernmodellen abzuspalten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entscheidung von BMW, die 4er-Reihe beizubehalten, das Engagement von BMW unterstreicht, eine vielfältige Produktpalette anzubieten, die sowohl auf Praktikabilität als auch auf Leistung ausgerichtet ist. Die nächste Generation wird Elektro- und Hybridoptionen integrieren und gleichzeitig das ikonische M4-Emblem beibehalten, um sicherzustellen, dass BMW im Hochleistungssegment wettbewerbsfähig bleibt.

























