BYD Seal 6: Ein praktisches Hybrid-Familienauto mit Kompromissen

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Der BYD Seal 6 ist ein Plug-in-Hybridauto für Familien, die eine Alternative zu vollelektrischen Fahrzeugen oder herkömmlichen SUVs suchen. Er wird als Limousine oder als praktischerer Kombi (Touring) angeboten und bietet ordentliche Effizienz und einen gut ausgestatteten Innenraum zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Allerdings ist sein Fahrerlebnis nichts Besonderes und einige seiner Technologien sind frustrierend überkompliziert.

Was ist das Siegel 6?

Der Seal 6 erweitert das Angebot von BYD und bietet neben dem vollelektrischen Seal-Modell eine Plug-in-Hybrid-Option. Er ist in den Ausstattungsvarianten „Boost“ und „Comfort“ erhältlich und kombiniert einen 1,5-Liter-Benzinmotor mit einem Elektromotor und einer Batterie und bietet so Flexibilität sowohl für kurze reine Elektrofahrten als auch für längere Fahrten, wenn die Batterie leer ist.

Die Touring-Kombiversion erhöht den Grundpreis um 1.000 £ und bietet Familien, die diesen benötigen, mehr Gepäckraum. Beide Versionen verwenden ein stufenloses Getriebe (CVT), um die Leistungsabgabe von Motor und Motor zu steuern.

Leistung und Fahrerlebnis: Effizienz vor Vergnügen

Während der Antriebsstrang eine angemessene Leistung liefert – von 0 auf 100 km/h in 8,5 bis 8,9 Sekunden, je nach Ausstattung – ist der Seal 6 kein ansprechendes Auto zum Fahren. Der Elektromotor sorgt im aufgeladenen Zustand für eine sanfte Beschleunigung, der Benzinmotor wird jedoch laut und unkultiviert, wenn er übernimmt.

Das Handling ist vage und die Fahrt ist bei allen Geschwindigkeiten unruhig. Unebenheiten übertragen sich hart auf die Kabine, und der Lenkung fehlt die Rückmeldung. Der Sportmodus verleiht der Lenkung etwas mehr Gewicht, verbessert aber nicht das Gesamterlebnis.

Kennzahlen zur Leistung:

  • Boost Trim: 181 PS, 0–62 Meilen pro Stunde in 8,9 Sekunden
  • Komfortausstattung: 209 PS, 0–62 Meilen pro Stunde in 8,5 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h (beide Ausstattungen)

Innenraum, Technologie und Praktikabilität: Funktional, aber fehlerhaft

Der Innenraum ist funktional, aber es mangelt an optischem Flair. Die Materialqualität ist in Ordnung, einige Kunststoffe fühlen sich jedoch billig an. Die geräumige Kabine bietet ausreichend Platz für die Passagiere und der Touring-Kombi verfügt über einen großzügigen Kofferraum mit hoch zu öffnender Heckklappe.

Das Infotainmentsystem verfügt über einen großen Touchscreen (12,8 Zoll in Boost, 15,6 Zoll in Comfort), aber die Menüstruktur ist zu komplex und erfordert übermäßiges Suchen nach einfachen Funktionen. Das Fahrerüberwachungssystem ist überempfindlich und gibt häufig falsche Warnungen aus.

Vorteile:

  • Ordentlicher Kofferraum (besonders beim Touring)
  • Großzügige Ausstattung
  • Wettbewerbsfähige Preise

Nachteile:

  • Nicht intuitives Infotainmentsystem
  • Unruhige Fahrqualität
  • Übermäßig aggressive Fahrerassistenztechnologie

Betriebskosten und Steuern: Der Comfort Trim gewinnt

Der Kraftstoffverbrauch des Seal 6 ist bei geladener Batterie beeindruckend (bis zu 166,2 mpg in der Comfort-Ausstattung). Sobald die Batterie leer ist, liefert das Hybridsystem immer noch etwa 53,3 mpg. Die Comfort-Ausstattung ist für Dienstwagenfahrer aufgrund der größeren elektrischen Reichweite steuereffizienter und spart dem Steuerzahler möglicherweise Geld.

Allerdings sind die Versicherungsgruppen relativ hoch (33-36) und die Abschreibung ist moderat, so dass sie nach drei Jahren noch etwa 50 % ihres Wertes behält.

Das Urteil: Eine vernünftige Entscheidung mit Kompromissen

Der BYD Seal 6 bietet eine praktische, gut ausgestattete Plug-in-Hybrid-Option für Familien. Es zeichnet sich durch Effizienz und Praktikabilität aus, mangelt es aber an Fahrspaß und Raffinesse. Wenn Ihnen Wert, Platz und niedrige Betriebskosten wichtiger sind als ein fesselndes Fahrerlebnis, ist der Seal 6 eine Überlegung wert. Seien Sie jedoch darauf vorbereitet, eine harte Fahrt und ein frustrierend komplexes Infotainmentsystem zu tolerieren.