Dacia Bigster Journey Hybrid 155: Ein praktischer, hochwertiger SUV für die Langstrecke

4

Nach mehr als 3.300 Meilen realer Tests beweist der Dacia Bigster Journey Hybrid 155, dass „budgetfreundlich“ nicht gleichbedeutend mit „mangelhafter Ausstattung“ sein muss. Während das Fahrzeug die pragmatische, schnörkellose DNA beibehält, die die Marke Dacia ausmacht, bietet es im Vergleich zu seinen Vorgängern einen deutlichen Fortschritt in Sachen Verfeinerung und Technologie.

Das Wertversprechen: Mehr als nur ein niedriger Preis

Der Bigster besetzt eine interessante Nische im immer dichter werdenden SUV-Markt. Indem Dacia sich auf den wesentlichen Nutzen und nicht auf Luxusexzesse konzentriert, gelingt es ihm, den Preis äußerst wettbewerbsfähig zu halten. In diesem Test bietet die Journey-Ausstattung – die 1.500 £ über dem Einstiegsmodell Expression liegt – den „Sweet Spot“ für die meisten Fahrer.

Für eine relativ geringe Prämie erhalten Besitzer wesentliche moderne Annehmlichkeiten, die das Fahrerlebnis verändern, darunter:
– Eine elektrische Heckklappe
– Sitzheizung
– Ein beheiztes Lenkrad
– Ein duales 10,1-Zoll-Bildschirm-Setup (Infotainment und ein konfigurierbares digitales Dashboard)

Dieser Ansatz geht auf einen allgemeinen Trend in der Automobilindustrie ein: Da Standardfunktionen bei Premiummarken immer teurer werden, erobert Dacia die Zielgruppe der „wertbewussten Abenteurer“, indem es hochwertige Essentials zu einer viel niedrigeren Einstiegshürde anbietet.

Leistung und Effizienz: Der Hybrid-Vorteil

Angetrieben von einem 1,8-Liter-Benzin-Hybridsystem mit 155 PS ist der Bigster eher auf Effizienz als auf Geschwindigkeit ausgelegt. Das selbstladende Hybrid-Setup zeichnet sich durch gemischte Fahrbedingungen aus und ermöglicht geräuschlose Strecken nur für Elektrofahrzeuge, was zu einer beeindruckenden Kraftstoffeffizienz beiträgt.

Während unserer Tests erreichte das Fahrzeug einen Durchschnittsverbrauch von 57,8 mpg und legte mit einem einzigen 50-Liter-Tank fast 600 Meilen zurück. Auch wenn der Motor etwas „landwirtschaftlich“ klingen kann, wenn der Benzinmotor nach einer Zeit des lautlosen Elektrobetriebs einschaltet, um die Batterie aufzuladen, bleibt das Fahrerlebnis insgesamt ruhig, insbesondere auf Autobahnen.

Innenraum und Praktikabilität: Wo Kompromisse auf Nützlichkeit treffen

Die Kabine des Bigster stellt eine klare Weiterentwicklung gegenüber früheren Dacia-Modellen wie dem Jogger dar. Das Layout ist logisch, stilvoll und viel raffinierter. Das Bekenntnis der Marke zur Kosteneffizienz ist jedoch in bestimmten Bereichen sichtbar:

  • Materialhaltbarkeit: Während der Innenraum gut gestaltet ist, neigen einige Oberflächen – wie zum Beispiel der Hartplastik im Kofferraum – leicht zu Kratzern.
  • Familienergonomie: Während das Auto viel Platz bietet (einschließlich eines 612-Liter-Kofferraums), können einige kleine Designoptionen, wie das Verstecken von Isofix-Halterungen hinter Reißverschlüssen, die Installation von Kindersitzen umständlicher als erwartet machen.
  • Technische Integration: Die standardmäßige „Here“-Navigationssoftware ist funktionsfähig, kann jedoch beim Booten langsam sein. Benutzer können dies jedoch problemlos mit Apple CarPlay oder Android Auto umgehen.

Urteil

Der Dacia Bigster ist ein leistungsstarker, geräumiger und sparsamer SUV, der sich dadurch auszeichnet, dass er „gerade genug“ Luxus bietet, um komfortabel zu bleiben, ohne den Preis zu erhöhen. Es ist ein Fahrzeug für diejenigen, die Wert auf Platzangebot, Kraftstoffverbrauch und Wert legen und nicht auf Premium-Branding.

Wichtige Spezifikationen:
Preis: £29.440
Antriebsstrang: 1,8-Liter-Benzin-Hybrid (155 PS)
Effizienz: 57,8 mpg
Kofferraum: 612 Liter