Während viele Enthusiasten davon träumen, die rauen Wüsten von Moab zu erobern, findet das echte Offroad-Fahren oft auf viel bescheidenerem Gelände statt. An einem sonnigen Wochenende in Dorset haben wir den Dacia Duster auf die Probe gestellt, um zu sehen, ob ein preisgünstiger Mainstream-SUV mit der Unvorhersehbarkeit der „grünen Straßen“ Großbritanniens zurechtkommt.
Das Setup: Ein praktischer Ansatz für Abenteuer
Bei dem betreffenden Fahrzeug handelt es sich um eine moderne Variante des Duster mit einem 128 PS starken Mild-Hybrid-Antriebsstrang gepaart mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe. Obwohl es sich nicht um einen robusten Rock Crawler handelt, ist er aufgrund seines Allradantriebs ein echter Kandidat für leichte Offroad-Ausflüge.
Unsere Route führte uns zu den sanften Hügeln in der Nähe von Corfe Castle, einer Landschaft, die von schmalen Bundesstraßen und Schotterwegen geprägt ist. Das Navigieren in diesen Gebieten erfordert mehr als nur ein robustes Fahrzeug. es erfordert ein Verständnis des lokalen Zugriffs.
Navigieren auf den grünen Wegen
Grüne Fahrspuren sind im Wesentlichen öffentliche Nebenstraßen, die den Fahrzeugverkehr ermöglichen, obwohl sie häufig von örtlichen Grundeigentümern oder Verbänden verwaltet werden. In diesem Fall wurde der Weg von der Green Lane Association eindeutig als für den gesamten Verkehr freigegeben gekennzeichnet.
Das Erlebnis, mit dem Auto durch diese idyllische Umgebung zu fahren, kann sich etwas fehl am Platz anfühlen – vor allem, wenn man auf neugierige Fußgänger trifft –, aber das Befolgen der örtlichen Etikette, wie z. B. das Sicherstellen, dass Tore geschlossen sind, um das Entkommen von Vieh zu verhindern, ist für verantwortungsvolles Fahren im Gelände unerlässlich.
Leistung auf unebenem Gelände
Die erste echte Herausforderung kam in Form eines kleinen, von Kratern übersäten Hügels, der von einer Kuhherde bewohnt war. Um das Gelände zu bewältigen, wurde der Moduswähler des Duster auf „Sperren“ geschaltet und das zentrale Differenzial aktiviert, um maximale Traktion auf allen vier Rädern zu gewährleisten.
Die Ergebnisse waren überraschend überzeugend:
– Grip: Trotz der bescheidenen Einstellung behielt das Fahrzeug eine beeindruckende Traktion auf unebenem Untergrund bei.
– Lenkung: Die leichte Lenkung, die normalerweise auf asphaltierten Straßen von Vorteil ist, erwies sich als entscheidend für schnelle Korrekturen bei unerwarteten Schlaglöchern.
– Sicherheitsfunktionen: Die Parkkameras des Fahrzeugs sind zwar nützlich, aber aufgrund ihrer Geschwindigkeitsbegrenzung von 12 Meilen pro Stunde sind sie eher ein Hilfsmittel bei niedriger Geschwindigkeit als ein Hindernisdetektor für hohe Geschwindigkeiten.
Warum das wichtig ist
Dieser Test verdeutlicht einen wachsenden Trend auf dem Automobilmarkt: den Aufstieg des „Lifestyle“-Offroaders. Autofahrer sind zunehmend auf der Suche nach Fahrzeugen, die mehr als nur Pendlermöglichkeiten bieten, und suchen nach der Möglichkeit, ländliche Landschaften zu erkunden, ohne die extremen Kosten oder die Komplexität spezieller Schwerlast-Geländewagen. Der Dacia Duster zeigt, dass es beim „Offroad-Fahren“ für viele nicht um extreme Stunts geht, sondern um die Freiheit, unbefestigte Wege mit Zuversicht und Leichtigkeit zu befahren.
Der Dacia Duster beweist, dass man kein spezielles Expeditionsfahrzeug braucht, um die Landschaft zu genießen; Ein leistungsfähiger, leicht zu steuernder Hybrid kann eine einfache Schotterstrecke in ein echtes Abenteuer verwandeln.





























