Der Hyundai Tucson bleibt ein starker Konkurrent auf dem überfüllten Markt für Familien-SUVs, auch wenn wöchentlich neue Modelle auf den Markt kommen. Sein markantes Design fällt auf, und die jüngsten Aktualisierungen haben den Innenraum und die Benutzerfreundlichkeit weiter verfeinert, auch wenn die Antriebsoptionen immer noch hinter manchen Mitbewerbern zurückbleiben.
Design und Praktikabilität
Das kühne Außendesign des Tucson mit eckigen Kühlergrills und größeren Scheinwerfern trägt dazu bei, dass er nicht in der Masse ähnlicher SUVs auffällt. Mit einer Länge von 4,5 Metern ist es wendig genug für den Stadtverkehr, allerdings entstehen durch das geschwungene Design einige tote Winkel. Alle Modelle verfügen über Parksensoren, höhere Ausstattungsvarianten bieten Rückfahrkameras und 360-Grad-Ansichten. Berichten zufolge wird der Tucson der nächsten Generation (erscheint 2027) eine kastenförmigere Form annehmen und sich optisch eher an den Santa Fe erinnern.
Der Innenraum wurde mit einem übersichtlicheren Armaturenbrett und Infotainmentsystem aufgewertet. Durch die Hinzufügung physischer Tasten für Schlüsselfunktionen, wie z. B. Sitzheizung, wird eine häufige Beschwerde über moderne Fahrzeugschnittstellen behoben. Die Materialqualität ist selbst in den Basismodellen beeindruckend, wobei Stoffakzente das Kabinenambiente aufwerten. Die beiden 12,3-Zoll-Bildschirme sind gestochen scharf und intuitiv, während die Bedienelemente weiterhin leicht zu erreichen sind.
Der Platz für die Passagiere ist ausreichend, aber nicht klassenführend; Große Erwachsene passen zwar auf den Rücksitz, haben aber keine übermäßige Beinfreiheit. Der 616-Liter-Kofferraum hat eine konkurrenzfähige Größe, einen niedrigen Ladeboden und robuste Kunststoffverkleidung.
Hybridleistung und Effizienz
Das Hybridmodell, der Bestseller der Baureihe, leistet jetzt 236 PS und 258 lb ft, bei einer leichten Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs auf etwa 50,4 mpg (offizielle Zahlen). Tests in der Praxis ergaben jedoch einen Durchschnittsverbrauch von nur 40 mpg, auf der Autobahn sank er auf 35 mpg. Dies macht es für Umsteiger von Dieselfahrzeugen weniger attraktiv.
Der Plug-in-Hybrid (PHEV) kostet ab 39.500 £ und bietet einen Sachvorteil von 14 %, was ihn für Dienstwagenfahrer attraktiv macht. Seine elektrische Reichweite von 44 Meilen ist konkurrenzfähig, bleibt aber hinter Konkurrenten wie dem Volkswagen Tiguan eHybrid und Renault Rafale zurück, die mit einer Ladung mehr als 65 Meilen erreichen können.
Trotz der Überarbeitung des Antriebsstrangs bleibt die Effizienz der Schwachpunkt des Tucson Hybrid. Die Drosselklappenkalibrierung kann bei feuchten Bedingungen zum Durchdrehen der Räder führen und der Motor läuft auf der Autobahn mit hohen Drehzahlen. Zu den sanfteren und effizienteren Alternativen gehört der Honda Z-RV.
Der PHEV leistet 247 PS und wiegt 271 lb ft, ist aber schwerer (1924 kg). Er beschleunigt in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und hat eine starke Gasannahme. Die Bremsleistung ist ordentlich und erfordert 54,1 Meter, um aus 70 Meilen pro Stunde anzuhalten.
Fahrverhalten und Handling
Der Tucson zeichnet sich durch Fahrkomfort aus. Die Federung absorbiert Unebenheiten effektiv und macht es zu einem entspannten Cruiser. Das Wanken der Karosserie ist vorhanden, aber für einen Familien-SUV akzeptabel. Die Lenkung ist kommunikativ genug, wenn auch nicht sportlich. Die Kabine bleibt ruhig, mit minimalem Straßenlärm, außer auf unebenem Untergrund.
Frühere Versionen hatten eine straffere Federung, beim überarbeiteten Modell steht jedoch der Komfort im Vordergrund. Dadurch eignet es sich gut für britische Straßen, wo ruhiges Fahren belohnt wird. Die ADAS-Systeme sind unauffällig und leicht zu deaktivieren.
Wert und Wettbewerb
Der Tucson übertrifft viele Konkurrenten und beginnt bei knapp über 36.000 £ für das Hybridmodell. Es ist deutlich günstiger als Konkurrenten wie der Ford Kuga und Volkswagen Tiguan und weitaus günstiger als Premium-Optionen wie der BMW X1, der Range Rover Evoque und der Mercedes GLA.
Chinesische Alternativen wie der Jaecoo 7, der MG HS und der BYD Seal-U erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, doch der Tucson verfügt weiterhin über hohe Restwerte und konkurrenzfähige Monatsangebote. Es bleibt ein Verkaufsschlager und beweist, dass ein mutiges Design, ein komfortables Fahrgefühl und ein angemessener Preis immer noch Käufer überzeugen können.
Der Tucson ist nicht perfekt, aber dennoch einer der sinnvollsten und empfehlenswertesten Familien-SUVs auf dem Markt. Seine Mischung aus Stil, Zweckmäßigkeit und Wertigkeit macht es zu einer überzeugenden Wahl.




























