Lotus führt Verbrennung mit 939 PS starkem Elektro-Plug-in-Hybrid wieder ein

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Lotus hat unerwartet seinen Kurs geändert und bringt eine Plug-in-Hybrid-Version (PHEV) seines Eletre-SUV auf den Markt, nachdem es sich zunächst auf eine rein elektrische Zukunft festgelegt hatte. Der in China angekündigte Schritt, der diesen Sommer unter dem Namen „Eletre X“ in Europa auf den Markt kommen soll, markiert die Rückkehr der Marke zu Verbrennungsmotoren (ICE). Diese Entscheidung fällt, da die Verkäufe der vollelektrischen Lotus-Modelle Eletre und Emeya hinter den ursprünglichen Prognosen zurückgeblieben sind.

Leistung und Kraft

Der Eletre PHEV verfügt über eine Gesamtleistung von 939 PS und übertrifft damit die maximale Leistung von 892 PS des rein elektrischen Eletre R. Dies wird durch die Kombination eines 2,0-Liter-Turbobenzinmotors mit zwei Elektromotoren erreicht. Die Beschleunigung von 0 auf 62 Meilen pro Stunde wird mit nur 3,3 Sekunden angegeben. Feng Qingfeng, CEO von Lotus, positionierte das neue Modell direkt im Vergleich zu leistungsstarken Luxuskonkurrenten, darunter dem Lamborghini Urus und dem Ferrari Purosangue.

Details zum Hybridsystem

Der Eletre Die kombinierte Reichweite wird auf 880 Meilen geschätzt. Der Akku unterstützt ultraschnelles „6C“-Laden und lädt sich in etwa acht Minuten von 30 % auf 80 % auf. Diese Technologie ähnelt der des Zeekr 9X, einem weiteren Fahrzeug unter dem Dach von Geely, was auf Potenzial für weitere Leistungssteigerungen schließen lässt.

Handhabung und Gewicht

Um der mit Hybridsystemen typischerweise verbundenen Gewichtszunahme entgegenzuwirken, hat Lotus den Eletre X mit seinem „6D Digital Dynamic Chassis“ einschließlich eines adaptiven 48-V-Stabilisators ausgestattet. Ziel dieser Technologie ist es, die bei schwereren SUVs häufig auftretenden Fahrprobleme zu vermeiden. Das Fahrzeug wiegt zwischen 2575 kg und 2625 kg und entspricht in etwa dem Gewicht des vollelektrischen Modells.

Marktstrategie und finanzielle Auswirkungen

Der Wechsel von Lotus zur PHEV-Technologie ist eine direkte Reaktion auf die langsamere Einführung von Elektrofahrzeugen in bestimmten Märkten wie Italien und Saudi-Arabien, wo wohlhabende Kunden weiterhin zögern, vollständig auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Das Unternehmen verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen Betriebsverlust von 357 Millionen US-Dollar und die Einführung des PHEV soll die Rentabilität steigern.

„Die Einführung von PHEVs wird den Absatz von Lotus in Regionen mit einer langsameren Einführung von Elektrofahrzeugen unterstützen“, erklärte CEO Feng Qingfeng.

Lotus plant außerdem, bis 2027 eine PHEV-Version des Sportwagens Emira einzuführen, die sich an den kommenden Euro-7-Abgasvorschriften orientiert. Die Marke hatte zuvor versprochen, bis 2028 vollelektrisch zu sein, doch dieser Zeitplan wurde nun überarbeitet.

Die Wiedereinführung von Verbrennungsmotoren beim Eletre