Mercedes-Benz stellte ehrgeizige Pläne für eine schnelle Reihe neuer Fahrzeugeinführungen vor, wobei allein in den nächsten drei Monaten sieben Weltpremieren geplant sind. Der Autohersteller erläuterte diese Pläne während einer Präsentation am Kapitalmarkttag und wies darauf hin, dass sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE) als auch Elektrofahrzeuge (EVs) in den Segmenten Top-End, Core und Entry-Level stark vorangetrieben werden.
Kommende Modelle: Ein tiefer Einblick
Das Unternehmen bestätigte das Debüt der neuen Mercedes-Maybach S-Klasse im März sowie die Einführung des AMG GT 4-Door später in diesem Jahr, dessen SUV-Variante 2027 folgen soll. Vielleicht überraschend ist auch die Markteinführung eines G-Klasse Cabriolets für 2027 geplant.
Insgesamt will Mercedes in diesem Jahr 16 neue Fahrzeuge auf den Markt bringen, davon sechs vollelektrisch. Der Großteil davon wird in die Kategorie „Top-End“ fallen, wahrscheinlich auch weitere S-Klasse-Varianten und AMG-Modelle. Der elektrische Vorstoß umfasst einen überarbeiteten EQS mit Verbesserungen an seiner 800-Volt-Architektur und seinem Antriebsstrang.
Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 wird es fünf neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und drei Elektrofahrzeuge geben, darunter einen für China spezifischen GLC EQ L. Das Einstiegssegment wird ebenfalls Aktualisierungen mit einem neuen Modell mit Verbrennungsmotor und Elektrofahrzeugen erhalten, möglicherweise einem neu gestalteten GLA. Bis 2027 plant Mercedes einen noch aggressiveren Rollout mit 14 Modellen, von denen drei elektrisch sein werden.
Finanzielle Leistung: Ein kontrastreiches Bild
Die Ankündigung neuer Modelle erfolgt in einer Zeit rückläufiger Finanzergebnisse. Mercedes meldete einen Rückgang des bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern von 13,7 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 8,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das Unternehmen führt diesen Rückgang auf die Herausforderungen auf dem chinesischen Markt, den Zolldruck und ungünstige Wechselkurse zurück.
Anleger könnten auch von der vorgeschlagenen Dividendenkürzung von 4,30 € auf 3,50 € je Aktie enttäuscht sein. Trotz dieser Rückschläge betonte Mercedes Kostensenkungen in Forschung und Entwicklung.
Die aggressive Modelleinführungsstrategie des Unternehmens scheint darauf ausgelegt zu sein, rückläufigen Gewinnen entgegenzuwirken und Marktanteile zu halten. Die Entscheidung, weiterhin sowohl in ICE- als auch in EV-Technologien zu investieren, deutet auf einen vorsichtigen Ansatz beim Übergang zur rein elektrischen Mobilität hin.
Mercedes-Benz setzt auf schnelle Produktinnovationen, um trotz des aktuellen wirtschaftlichen Gegenwinds seine Marktposition im Luxussegment zu behaupten. Die schiere Menge an kommenden Modellen unterstreicht das Engagement der Marke, in einer sich schnell entwickelnden Automobillandschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
