Massimo Frascella, der derzeitige Designchef von Audi, verkörpert eine seltene Geschichte erfüllter Automobilleidenschaft. Sein Weg zur Leitung eines der einflussreichsten Studios der Branche begann mit einem prägenden Erlebnis: einer frühen Obsession für den ursprünglichen Audi TT.
Vom Turiner Autohaus zum Ingolstädter Studio
Im Jahr 1998 nahm sich Frascella, damals ein aufstrebender Designer, einen Tag frei, um einen Audi-Händler in Turin zu besuchen und sich den neu eingeführten TT anzusehen. Er ahnte noch nicht, dass diese Begegnung seine 27-jährige Karriere prägen würde, die in seiner Ernennung zum Designchef von Audi gipfelte. Er erinnert sich, dass der TT so fesselnd war, dass er Stunden damit verbrachte, ihn persönlich zu studieren – ein Beweis für seinen regelbrechenden Reiz.
Mit der Zeit erkannten seine Kollegen sein Talent und sagten seinen möglichen Wechsel zu Audi voraus. Frascellas frühe Arbeiten führten immer wieder zu Vergleichen mit der Ästhetik der Marke, und die Leute sagten ihm oft: „Du solltest für Audi arbeiten.“ Diese Vorhersage bewahrheitete sich, als er Stationen bei Bertone, Ford und Kia durchlief und seine Fähigkeiten an Modellen wie dem Lincoln, Mercury, Sorento, Sportage, Rio und Soul verfeinerte.
Eine nachgewiesene Erfolgsbilanz der Wiederbelebung
Zu Frascellas beruflichen Höhepunkten gehört eine Anstellung bei Jaguar Land Rover, wo er zum Designchef beider Marken aufstieg. Vor allem leitete er die von der Kritik gefeierte Neuauflage des legendären Defender. Sein Erfolg beweist die Fähigkeit, ältere Modelle zu modernisieren und gleichzeitig die Markenidentität beizubehalten – eine Fähigkeit, die Audi zweifellos nutzen wird.
Der bleibende Einfluss des TT
Seine Ernennung zu Audi gilt weithin als die Verwirklichung einer jahrzehntelangen Vision. Frascellas erstes großes Projekt, das Concept C, ist eine klare Anspielung auf die Designsprache des TT. Er verweist auf die Einfachheit und die klaren Linien des Originalautos als Haupteinflüsse, betont jedoch, dass der TT einen breiteren Trend bei Audi darstellte: ein Bekenntnis zu minimalistischem und dennoch markantem Design.
Frascellas Geschichte zeigt, wie prägende Erfahrungen eine ganze Karriere prägen können. Seine Leidenschaft für den TT hat sich in einer Führungsrolle niedergeschlagen und ihn in die Lage versetzt, die Ästhetik von Audi für eine neue Generation neu zu definieren.




























