Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs) sind seit über zwei Jahrzehnten auf dem Markt, doch viele Fahrer sind sich über ihren Zweck immer noch nicht im Klaren. Im Gegensatz zu vollelektrischen Autos, die aufgeladen werden müssen, funktionieren PHEVs auch dann einwandfrei, wenn Sie sie nie anschließen. Sie funktionieren einfach wieder als Standard-Hybride und bieten eine bessere Kraftstoffeffizienz als herkömmliche Benzinautos, jedoch weniger als ein Standard-Hybrid.
Wie PHEVs funktionieren: Eine Mischung aus Technologien
PHEVs kombinieren einen Benzinmotor mit einem Elektromotor und einem relativ kleinen Batteriepaket. Wenn sie aufgeladen sind, können sie allein mit Strom 20–50 Meilen zurücklegen – genug für viele tägliche Pendelfahrten. Über diesen Bereich hinaus schalten sie auf den Hybridmodus um und nutzen für längere Fahrten sowohl den Motor als auch den Elektromotor. Der entscheidende Vorteil liegt in der Flexibilität: PHEVs beseitigen die „Reichweitenangst“, indem sie für lange Fahrten einen Gas-Backup bieten, im Gegensatz zu reinen Elektrofahrzeugen, die häufige Ladestopps erfordern.
Der unplugged PHEV: Ein funktionaler Hybrid
Wenn die Batterie eines PHEV leer ist und nie wieder aufgeladen wird, funktioniert das Fahrzeug wie ein herkömmlicher Hybrid. Der Motor lädt die Batterie durch regeneratives Bremsen und Motorleistung auf und behält dabei eine gewisse elektrische Unterstützung bei. Einige Modelle gewinnen sogar beim Bergabfahren Energie zurück. Allerdings wird der Kraftstoffverbrauch wahrscheinlich geringer sein als bei einem Standard-Hybrid, aber immer noch besser als bei einem rein benzinbetriebenen Fahrzeug.
Verwirrung bei Käufern und Händlern
Ein wesentliches Problem besteht darin, dass viele Autokäufer (und sogar einige Verkäufer) PHEVs nicht vollständig verstehen. Einige Käufer kaufen sie unwissentlich in dem Glauben, es handele sich nur um Hybride, ohne zu bemerken, dass sie über einen Ladeanschluss verfügen. Autohersteller schreiben keine Berichterstattung über das tatsächliche Plug-in-Verhalten vor, und einige Hersteller, wie etwa Toyota, halten sich bedeckt, wie oft ihre PHEVs aufgeladen werden. Dies wirft die Frage auf, ob die Umweltvorteile von PHEVs in der Praxis voll zum Tragen kommen.
Zuverlässigkeitsbedenken und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
Daten von Consumer Reports und J.D. Power deuten darauf hin, dass PHEVs mehr Zuverlässigkeitsprobleme haben als Standard-Hybridfahrzeuge oder Benzinautos. Dies ist zum Teil auf die zusätzliche Komplexität von Doppelantriebssträngen zurückzuführen, aber auch darauf, dass viele Beschwerden von Käufern herrühren, die mit Funktionen wie geplantem Laden oder der Fernvorkonditionierung des Innenraums zu kämpfen haben.
Trotz dieser Bedenken bieten Autohersteller weiterhin PHEVs an, da sie eine kostengünstige Möglichkeit zur Einhaltung immer strengerer Emissionsstandards darstellen. Der Hersteller muss den Besitzer nicht dazu verpflichten, das Auto anzuschließen, um weiterhin Emissionsvorteile in Anspruch zu nehmen. Das Auto muss lediglich fähig sein, im EV-Modus zu fahren.
Der Komfort eines PHEV, der ohne Anschließen gefahren werden kann, ist für manche attraktiv, aber er könnte seine Umweltvorteile zunichte machen und die Kosten der zusätzlichen Technologie rechtfertigen.
Letztendlich handelt es sich bei PHEVs um eine Übergangstechnologie, die die Lücke zwischen Benzin- und vollelektrischen Fahrzeugen schließt. Ob ihr volles Potenzial ausgeschöpft wird, hängt vom Fahrerverhalten ab, das weitgehend unbekannt ist.
