Hyundai Palisade-Verkäufe weltweit eingestellt, nachdem Kinder getötet wurden

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Hyundai hat den weltweiten Verkauf seines Flaggschiff-SUV Palisade 2026 eingestellt, nachdem es in den USA zu einem tragischen Vorfall kam, bei dem ein zweijähriges Kind durch die elektrischen Sitze in der zweiten und dritten Sitzreihe des Fahrzeugs tödlich verletzt wurde. Der Verkaufsstopp betrifft Märkte wie Nordamerika, Korea und Australien, bis es zu einem Rückruf kommt, um einen Fehler in den Sicherheitsmechanismen des Sitzes zu beheben.

Das Problem: Fehlerhafte Sitzerkennung

Das Problem dreht sich um die elektrisch betätigten Rücksitze des Palisade, bei denen Hyundai einräumt, dass Hindernisse – einschließlich Insassen – während des Betriebs möglicherweise nicht zuverlässig erkannt werden. Insbesondere bei der Nutzung der Sitzklapp- oder Kipp-Schiebe-Funktion stellt dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Das Unternehmen bestätigte, dass sich der Vorfall am 7. März in Ohio ereignete, bei dem ein kleines Kind getötet wurde.

Betroffene Modelle und Regionen

Der Stopp gilt insbesondere für die Ausstattungsvarianten Hyundai Palisade Limited und Kalligraphie 2026. Weltweit sind etwa 68.500 Fahrzeuge betroffen, davon 60.515 in den USA und 7.967 in Kanada. In Australien sind etwa 2.260 Fahrzeuge betroffen. Insbesondere das Basismodell Palisade Elite, das über keine elektrisch verstellbaren Rücksitze verfügt, unterliegt nicht dem Verkaufsstopp.

Vorläufige und endgültige Korrekturen

Hyundai führt zwei Korrekturphasen durch: ein sofortiges Over-the-Air-Software-Update zur Verbesserung der Kontakterkennung und der Sicherheitsvorkehrungen, das für Ende März erwartet wird. Darauf folgt ein vollständiger physischer Rückruf. Das Unternehmen bietet Eigentümern in den USA und Kanada auch Mietfahrzeuge an, bis eine dauerhafte Lösung verfügbar ist.

Warum das wichtig ist

Dieser Vorfall verdeutlicht die wachsende Komplexität von Fahrzeugsicherheitssystemen. Die elektrisch verstellbaren Sitze des Palisade sind zwar bequem, bringen aber auch neue Schwachstellen mit sich. Autohersteller verlassen sich zunehmend auf Sensoren und Software, um Verletzungen vorzubeugen. Dieser Fall zeigt jedoch, wie leicht es zu Fehlfunktionen dieser Systeme kommen kann. Der Vorfall wirft Fragen zur Geschwindigkeit und Wirksamkeit von Rückrufen sowie zum allgemeinen Branchentrend hin zu funktionsreichen, aber potenziell gefährlichen Technologien auf.

Hyundais Antwort

Hyundai hat der Familie des verstorbenen Kindes sein „tiefstes Mitgefühl“ zum Ausdruck gebracht. Das Unternehmen kontaktiert die Besitzer aktiv und rät zur Vorsicht bei der Nutzung der betroffenen Sitzfunktionen. Kunden sollten es vermeiden, die Sitze zu bedienen, während sich jemand in der Nähe befindet, und die Kipp- und Schiebetaste beim Ein- oder Aussteigen nicht zu drücken.

Hyundai rät zur Vorsicht, bis Korrekturen bereitgestellt werden. Das Unternehmen legt großen Wert auf die Sicherheit seiner Kunden und wird weitere Updates bereitstellen, sobald diese verfügbar sind. Betroffene Besitzer können den Kundendienst von Hyundai Australia unter [email protected] oder 1800 186 306 erreichen, um Hilfe zu erhalten.