Skoda hat in Indien ein bedeutendes Update für den Kompakt-SUV Kushaq vorgestellt und Funktionen eingeführt, die bisher Luxusfahrzeugen vorbehalten waren – darunter Massagesitze hinten. Diese Aktualisierung erfolgt fast fünf Jahre nach der ersten Markteinführung des Modells und sticht in einem Markt heraus, in dem Aktualisierungen in der Mitte des Zyklus oft auf kosmetische Änderungen beschränkt sind.
Premium-Funktionen in einem zugänglichen Paket
Bemerkenswert ist die Einbeziehung der Massagerücksitze. Diese Annehmlichkeiten, die typischerweise in High-End-Limousinen wie der Mercedes S-Klasse zu finden sind, zeigen eine wachsende Nachfrage indischer Käufer nach Luxusfunktionen, selbst in preisbewussten Segmenten. Über dieses Hauptmerkmal hinaus verfügt der aktualisierte Kushaq auch über ein größeres Panorama-Schiebedach – eine in Indien sehr gefragte Option – und ein verbessertes 10,25-Zoll-Digitalinstrumentenkombi (zuvor 8 Zoll). Das Infotainmentsystem integriert jetzt Googles Gemini AI und verbessert so die Konnektivität und Funktionalität.
Subtile Außenaktualisierungen
Das Außendesign erhält mit überarbeiteten Scheinwerfern, schlankeren Untereinheiten und schlankeren Seitenflügeln am Stoßfänger einen modernen Touch. Der Kühlergrill verfügt über eine beleuchtete Zierleiste und der zentrale Lufteinlass wurde mit einer Unterfahrschutzplatte vergrößert, die an den Jeep Avenger erinnert. Am Heck tragen nun durchgehende LED-Rückleuchten einen beleuchteten Skoda-Schriftzug und sorgen so für ein hochwertigeres Erscheinungsbild. Eine sportlichere Monte-Carlo-Version spiegelt Skodas Ansatz mit dem europäischen Kamiq wider.
Antriebsstrang bleibt bekannt, Getriebe verbessert
Der Kushaq nutzt weiterhin die in Indien entwickelte MQB-A0-IN-Plattform, die mit der Slavia-Limousine geteilt wird. Die Antriebsoptionen bleiben unverändert: ein 1,0-TSI-Motor mit 113 PS und ein 1,5-TSI-Motor mit 148 PS. Allerdings verfügt der 1.0 TSI jetzt über eine sanftere Achtgang-Wandlerautomatik, die das ältere Sechsganggetriebe ersetzt. Der 1.5 TSI behält seine Siebengang-Doppelkupplungsautomatik, jetzt gepaart mit Scheibenbremsen an allen vier Rädern.
Marktposition und Wettbewerb
Der Preis für den aktualisierten Kushaq muss noch bekannt gegeben werden, es wird jedoch mit einem leichten Preisaufschlag gegenüber dem Vorgängermodell gerechnet, der derzeit zwischen 10,66 ₹ und 18,49 Lakh ₹ (ca. 11.700 bis 20.300 $) liegt. Der Kushaq konkurriert direkt mit einem überfüllten Feld kompakter SUVs in Indien, darunter dem VW Taigun, dem Hyundai Creta, dem Kia Seltos, dem Suzuki Grand Vitara, dem Toyota Hyryder, dem Honda Elevate, dem Tata Curvv und dem kommenden Renault Duster.
Der günstigere SUV von Skoda, der Kylaq, kostet ab 7,59 Lakh (9.000 US-Dollar) und verfügt jetzt über zusätzliche Funktionen wie ein elektrisches Schiebedach, elektrisch verstellbare Sitze und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen.
Die Upgrades des Kushaq signalisieren einen breiteren Trend in Schwellenländern: Billigautos bieten zunehmend Funktionen, die zuvor nur in höherpreisigen Modellen anderswo zu finden waren.
Dieser Wandel verdeutlicht, wie sich Hersteller an die veränderten Verbrauchererwartungen und den Wettbewerbsdruck in wichtigen Wachstumsmärkten anpassen.

























