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Anstieg der Minivan-Verkäufe: Die Rückkehr der Praktikabilität

Jahrzehntelang waren Minivans die unangefochtenen Champions der Familientransporte. Dann übernahmen die SUVs die Oberhand, wobei der Stil Vorrang vor der Substanz hatte. Jetzt zeichnet sich ein überraschender Trend ab: Der Verkauf von Minivans steigt rasant, angetrieben durch steigende SUV-Preise und eine erneute Wertschätzung für praktisches Design.

Die Zahlen sprechen für sich

In ganz Nordamerika erleben die Minivan-Verkäufe einen deutlichen Aufschwung. In Kanada stiegen die Verkäufe im Jahr 2025 um 34 % und erreichten 42.377 Einheiten – den höchsten Gesamtwert seit 2020. Der US-Markt verzeichnete mit 395.352 verkauften Transportern einen 20 %igen Anstieg. Dieses Wiederaufleben markiert eines der stärksten Comebacks im Automobilsegment.

Warum jetzt? Die Ökonomie des Familientransports

Der Wandel ist vor allem auf die Erschwinglichkeit zurückzuführen. Dreireihige SUVs sind immer teurer geworden, wobei die Durchschnittspreise allein im letzten Jahr um 8 % gestiegen sind. Wenn Familien wirklich Platz für mehrere Passagiere und Fracht benötigen, sind Minivans plötzlich die vernünftige Wahl.

Beyond Soccer Moms: Ein wachsender Appell

Die Attraktivität des Minivans geht über die traditionellen Familienkäufer hinaus. Gig-Economy-Fahrer schätzen ihren praktischen Lieferservice, während ältere Erwachsene ihren Komfort auf Autofahrten schätzen. Toyota hat sogar eine wachsende Zahl von Campern gemeldet, die Minivans dank ihres geräumigen, faltbaren Innenraums als mobilen Wohnraum nutzen.

Führend: Chrysler und Toyota

Der Chrysler Pacifica bleibt mit über 110.000 verkauften Einheiten in den USA eine dominierende Kraft. Stellantis, das sowohl die Modelle Pacifica als auch Grand Caravan umfasst, bewegte fast 17.000 Transporter in Kanada. Der Toyota Sienna führt den kanadischen Markt mit 15.218 Verkäufen an und erlebte in den USA einen 35-prozentigen Anstieg auf über 100.000 Einheiten.

Die Zukunft der Minivans: Ein Realitätscheck

Während Minivans traditionell nicht gerade in Mode waren, experimentieren Hersteller wie Chrysler mit robusten Designs (wie dem „Grizzly“-Konzept), um SUV-Enthusiasten anzulocken. Der Hauptvorteil von Minivans liegt jedoch nicht in der Ästhetik, sondern in der unübertroffenen Praktikabilität. Da immer mehr Verbraucher diesen Vorteil wiederentdecken, fühlt sich die Wiederbelebung des Minivans weniger wie ein flüchtiger Trend an, sondern eher wie eine längst überfällige Kurskorrektur auf dem Automobilmarkt.

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