Das Porsche 911 Cabriolet hat sich von einem optisch ungünstigen, buckligen Design zu einem eleganten Cabriolet entwickelt, das seinem Coupé-Pendant in puncto Ästhetik Konkurrenz macht. Die aktuelle 992-Generation integriert ihr faltbares Stoffdach nahtlos und ist daher kaum von der Hardtop-Version zu unterscheiden. Diese Weiterentwicklung liegt nun in den Händen von Tobias Sühlmann, der kürzlich die Nachfolge des langjährigen Porsche-Designers Michael Mauer angetreten hat.
Technik für das Fahren im Freien
Porsche baut das 911 Cabriolet auf der gleichen Produktionslinie wie das Coupé, allerdings mit subtilen strukturellen Unterschieden. Das Cabriolet verwendet etwas weniger stranggepresstes Aluminium, dafür aber mehr Aluminiumplatten und verstärkt die A-Säulen mit einem leichten, hochfesten Kunststoffverbundwerkstoff. Dieses Design spart Gewicht und verbessert die Steifigkeit gegenüber früheren Generationen. Das hydraulisch angetriebene Dach lässt sich sauber auf einen kompakten Raum zusammenfalten – nur 55 cm lang und 23 cm hoch – und verfügt über ein Glasfenster und Stützbügel aus Magnesium.
Kompromisse zwischen Kabinenerlebnis und Sicht
Der Innenraum des GTS Cabriolet spiegelt das Coupé wider, mit der bemerkenswerten Ausnahme der eingeschränkten Sicht nach hinten. Die Dachlinie verengt die Sicht im Vergleich zu herkömmlichen 911 deutlich, was zu einer kleineren Heckscheibe führt, die den Fond dunkler macht. Dies ist jedoch der Preis für den Genuss eines offenen Fahrerlebnisses. Ein ausfahrbarer Windabweiser mildert Windstöße bei hoher Geschwindigkeit, kann jedoch nicht für Fondpassagiere verwendet werden. Die Rücksitze sind etwas aufrechter als beim Coupé, können aber dennoch nach vorne geklappt werden, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen.
Überlegungen zu Lagerung und Gewicht
Trotz des versenkbaren Dachs verfügt das 911 Cabriolet über das gleiche Kofferraumvolumen von 135 Litern wie das Coupé und bietet kompromisslos Platz für Gepäck und andere Ladung. Der Allradantrieb und das Hybridbatteriepaket reduzieren diesen Platz nicht. Leistungstests zeigen, dass das 4WD-Cabriolet eine Zeit von 2,9 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde erreichte und damit nur ein Zehntel langsamer war als das leichtere Coupé mit Hinterradantrieb. Gewichtsunterschiede, Umgebungsbedingungen und Traktionsvariabilität erklären den geringen Spielraum.
Leistungsbenchmarks
Das Carrera 4 GTS Cabriolet ist supersportwagenschnell, mit einer Viertelmeilenzeit von 11,0 Sekunden – schneller als der Carrera GT von 2004. Der Hybridantriebsstrang mit einer 400-V-Batterie und einem elektrischen Turbolader liefert ein sofortiges Ansprechverhalten und baut die Leistung auf eine Weise auf, die sich wie eine natürliche Saugkraft anfühlt. Die elektrische Unterstützung ist subtil, verbessert jedoch das Ansprechverhalten und bereitet die Plattform für die zukünftige Hybridintegration vor. Die Bremsleistung ist mit einem Bremsweg von 70-0 Meilen pro Stunde von 41,8 Metern weiterhin stark und übertrifft damit das Aston Martin Vantage Coupé.
Der Hybrid-Vorteil
Der neue 3,6-Liter-Motor, aufgewertet mit einem E-Turbo, sorgt für ein kultiviertes Fahrerlebnis. Das Hybridsystem ist nahezu unsichtbar, trägt jedoch zu einer Steigerung der Reaktionsfähigkeit um 5 % bei und bereitet das Auto auf zukünftige Hybridtechnologien vor. Diese Mischung aus Leistung und Benutzerfreundlichkeit ist ein Markenzeichen der 992-Generation.
Fazit
Das Porsche 911 Cabriolet beweist, dass das Fahren mit offenem Verdeck keine Kompromisse bei Leistung und Fahrkultur eingehen muss. Es behält die Geschicklichkeit und Souveränität des Coupés bei und bietet gleichzeitig das Fahrvergnügen mit offenem Verdeck. Dieses Modell beweist, dass Porsche die traditionell mit Cabrios verbundenen Nachteile minimiert und es zu einem außergewöhnlich leistungsfähigen und unterhaltsamen Sportwagen gemacht hat.






























