Fünfzig Jahre nach dem Ende der ursprünglichen Produktion feiert das legendäre Typenschild ein Hochleistungs-Comeback. Jensen International Automotive (JIA) mit Sitz in Banbury hat offiziell bestätigt, dass sein kommendes Flaggschiff den Namen Interceptor GTX erhalten wird.
Dies markiert einen bedeutenden Wendepunkt für das Unternehmen. Während sich JIA einen Namen für hochwertige „Restomods“ gemacht hat – indem sie klassische Interceptors aufgreifen und sie modernisieren – wird der GTX ihr erstes „neutrales“ Design sein. Das heißt, es handelt sich nicht um eine Modifikation eines alten Autos, sondern um ein völlig neues Fahrzeug, das von Grund auf neu gebaut wurde.
Eine moderne Interpretation des analogen Fahrens
In einer Zeit, in der viele Supersportwagen immer digitaler und automatisierter werden, zielt der Interceptor GTX in die entgegengesetzte Richtung. JIA positioniert den GTX als „Ultra-High-Performance“-Luxus-GT, der ein rein analoges Fahrerlebnis in den Vordergrund stellt.
Für Enthusiasten bedeutet dies mehrere Hauptmerkmale:
* Schaltgetriebe: Der Schwerpunkt liegt eher auf der Einbindung des Fahrers als auf computergestütztem Schalten.
* Taktile Bedienelemente: Eine Kabine, die wahrscheinlich mit physischen Schaltern und Knöpfen gefüllt ist und das mechanische Gefühl der Originale aus den 1960er Jahren widerspiegelt.
* Leichtbau: Das Auto wird auf einem leichten Aluminiumchassis sitzen, eine Maßnahme, die darauf ausgelegt ist, das Leistungsgewicht zu maximieren.
Das Herz des Biests: Ein maßgeschneiderter V8
Während spezifische technische Details noch unter Verschluss bleiben, deuten Brancheneinblicke darauf hin, dass der GTX seine Kraft aus amerikanischer Ingenieurskunst schöpfen wird. Das Auto wird voraussichtlich einen Antriebsstrang verwenden, der von der neuesten Chevrolet Corvette abgeleitet ist.
Der serienmäßige 6,2-Liter-V8 der Corvette leistet 495 PS und 452 lb·ft Drehmoment, JIA hat jedoch festgestellt, dass der GTX über einen „maßgeschneiderten“ Antriebsstrang verfügen wird. Dies deutet darauf hin, dass der Motor speziell auf die einzigartigen Eigenschaften des neuen British GT abgestimmt oder modifiziert wird.
Um dies ins rechte Licht zu rücken: Der ursprüngliche Interceptor hatte einen 6,3-Liter-Chrysler-V8, der knapp über 250 PS leistete. Der neue GTX soll fast die doppelte Leistung bieten, was einen enormen Leistungssprung bedeutet.
Design und Exklusivität
Erste Bilder bestätigen, dass der GTX sein Erbe durch seine Silhouette würdigen wird. Erwarten Sie die klassischen Merkmale eines Grand Tourers: eine lange Motorhaube, eine geneigte Dachlinie und eine tiefe, aggressive Haltung.
Da das Fahrzeug in „extrem geringen“ Produktionszahlen** handgefertigt wird, wird es eine äußerst exklusive Nische auf dem Automobilmarkt einnehmen. Diese Knappheit, kombiniert mit seiner maßgeschneiderten Natur, lässt darauf schließen, dass der Interceptor GTX einen Premiumpreis haben wird, der sich an ernsthafte Sammler und Fahrpuristen richtet.
Was kommt als nächstes?
Obwohl noch kein offizieller Starttermin festgelegt wurde, deutet der Zeitpunkt auf ein Debüt im Sommer hin. Da JIA den Schwerpunkt auf das britische Erbe des Autos legt, ist eine Enthüllung beim Goodwood Festival of Speed im Juli durchaus möglich.
„JIA bringt das Thema des luxuriösen britischen GT auf ein frisches, durch und durch modernes Niveau“, sagt Geschäftsführer David Duerden.
Der Interceptor GTX stellt einen mutigen Versuch dar, die klassische Grand-Touring-Ästhetik mit der Leistung moderner Supersportwagen zu verbinden und zielt auf einen Markt ab, der nach mechanischer Reinheit in einer digitalen Welt hungert.
