Volkswagen Amarok SUV: Warum es den Rivalen mit der Karosserie nie gab (und möglicherweise wieder geben könnte)

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Volkswagen hat nicht nur an einen Amarok-SUV gedacht. Es wurde eins gebaut.

Versteckt. Prototyp. Von Ingenieuren genehmigt, von Führungskräften abgelehnt. Die Geschichte ist eine klassische Automobil-Fallstudie über verpasste Chancen. Und ja, es passiert wieder. Irgendwie.

Lasst uns jetzt die Luft reinigen. Der ursprüngliche Amarok der ersten Generation war ein Pickup mit Karosserie und Rahmen. Es war hart. Es war fähig. Es brauchte einen siebensitzigen Bruder. Nicht weil der Truck schlecht war, sondern weil es den Ford Everest gab. Der Amarok hatte nichts zu verantworten. Also baute VW einen Prototyp. Intern ein „Amarok-Wagen“. Sie nannten es so, weil es weniger aggressiv klang. Intelligenteres Marketing, dachten sie.

Spoiler-Alarm: Das war es nicht. Das Projekt starb, bevor es startete. Kein Verkauf. Keine Presse. Nur ein Geist in der Maschine.

Der „geschlossene Pickup“, den es nie gab

Stefan Mecha, Chef von VW Nutzfahrzeuge, verriet in einem Interview mit GoAuto in Australien die Wahrheit. Er gab zu, dass sie die Grundlagen bereit hatten. Ein geschlossener Heckbereich. Drei Sitzreihen. Robust.

Warum es töten? Einfache Mathematik. Schlechte Umsatzprognosen.

Sicher, interne Daten zeigten, dass es in Australien den Ausschlag gegeben hätte. Ein heißer Markt. Eine hungrige Bevölkerungsgruppe. Aber ein Binnenmarkt? Das ist keine globale Strategie. VW brauchte Größe. Sie brauchten Volumen. Ein Land ist kein Volumen. So blieb der SUV Amarok auf dem Boden der Zuschnittskammer.

Das Komische ist. Die Idee hat das Gebäude nie wirklich verlassen.

Vor ein paar Jahren veröffentlichte Albert Kirziger – Leiter Design für VW-Nutzfahrzeuge – eine Skizze auf LinkedIn. Es war ein Amarok der zweiten Generation. Allerdings mit vollständig geschlossenem Laderaum. Ein richtiger SUV.

Der Haken? Der neue Amarok teilt seine Knochen mit dem Ford Ranger. Die Zusammenarbeit zwischen VW und Ford ist streng. Nur Selbstabholung. Keine SUV-Derivate. Ford behält die Everest-Nische. VW bleibt auf der Lkw-Spur. Sie haben Grenzen gezogen. Und sie respektierten sie.

Amarok der dritten Generation: Das Fenster ist noch offen

VW bestätigte, dass die dritte Generation des Amarok kommt. Laut Mecha laufen derzeit Gespräche mit Ford über eine Zusammenarbeit. Aber sie halten sich Optionen offen. Das ist Unternehmenssprache für „Wir wissen es noch nicht.“

Der aktuelle Lkw hat noch zwei bis drei Jahre Laufzeit. Wir sprechen von Ersatz um die Wende des Jahrzehnts (etwa 2030). Das ist in Automobiljahren eine lange Zeit. Ein SUV-Spinoff ist noch auf dem Tisch. Aber halte nicht den Atem an.

Es wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Keiner.

Zwei Amaroks, zwei Welten

Hier ist die Wendung, die die meisten Menschen übersehen. Der Amarok der ersten Generation ist nicht tot. Es ist einfach… woanders.

Die Nutzfahrzeugsparte von VW arbeitet beim Bau des Ersatzes mit SAIC Motor aus China zusammen. Der neue Amarok, der 2027 auf den Markt kommt, wird ein chinesisches Fundament haben. Es wird ein anderes Biest sein. Intelligenter. Elektrisch vorbereitet. Effizienter.

Aber das alte? Das 17-jährige Arbeitstier? Es bleibt in Südamerika am Leben. VW verkauft beides. Zwei Varianten. Zwei Plattformen. Verschiedene Regionen. Verschiedene Ziele. Eines für die Zukunft. Eines für die Loyalisten.

Der wahre Rivale: Scout Traveller

Sie wollen ein SUV auf Amarok-Basis? VW gibt es dir vielleicht nicht. Sie sind damit beschäftigt, sich auf etwas ganz anderes vorzubereiten.

Der Pfadfinderreisende.

Es basiert nicht auf dem Amarok. Es basiert auf rein elektrischen Offroad-Ambitionen. Markteinführung im Jahr 2027. Startpreis unter 60.000 US-Dollar. Gebaut in Blythewood, South Carolina, in einem neuen Werk.

Es gibt ihn in zwei Geschmacksrichtungen:
Pure EV: 350 Meilen Reichweite.
Range Extender: Ein natürlich angesaugter Gasmotor fungiert als Generator. Über 500 Meilen Gesamtreichweite.

Das ist das Stück. VW baut einen Amarok-SUV nicht, um sein Gesicht zu wahren. Sie bauen Scout, um den Premium-Offroad-EV-Markt zu erobern. Der Scout Traveller ist der Amarok-SUV, den sie nie hergestellt haben. Nur… elektrisch. Teurer. Futuristischer.

Verpasste Gelegenheit oder kluger Dreh- und Angelpunkt?

Seien wir ehrlich. Das Zögern von VW, den Amarok in einen SUV umzuwandeln, fühlte sich jahrelang wie ein Fehler an. Ein Amarok mit geschlossener Karosserie hätte vom Offroad-Boom profitiert. Es wäre praktisch gewesen. Beliebt. Profitabel.

Besser spät als nie? Vielleicht. Aber der Lkw der dritten Generation wird diese geschlossene Karosserie nicht mitbringen. Zumindest nicht von VW.

Die Zeiten sind hart. Der VW-Konzern kürzt seine Modellpalette. Kosten senken. Dramatisch. Sie rationalisieren. Ein Amarok-SUV passt nicht zur neuen Strategie. Der Scout Traveler füllt die Nische. Das Budget ist knapper. Die Entscheidungen sind schärfer.

Also kein Amarok-SUV. Nicht bald. Nicht wahrscheinlich.

Der Prototyp existiert. Die Skizzen sind online. Das Bedauern ist echt. Aber die Zukunft ist elektrisch, südkarolinisch und völlig unabhängig von dem Truck, den Sie lieben.

Wir wollten einen Wagen. Wir haben einen Scout.