Der Wagen kehrt zurück, sagt Volvo-Chef

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Zu viel SUV, zu wenig Sinn

Seit 1991 gehört die amerikanische Straße zum SUV.

Eigentlich fing es mit dem Explorer an. Vielleicht hat die Verbindung zu Jurassic Park dazu beigetragen, diese Besessenheit in der öffentlichen Meinung zu festigen. Der Punkt ist, dass der Ball damals gefallen ist und SUVs seitdem dominieren.

Volvo-Chef Håkan Samuelstoff hat es nicht mehr drauf.

Er sagt, wir seien zu weit gegangen. Ein Markt. Ein Karosseriestil. Langweilig. Er glaubt, dass die US-Besessenheit von großen, kastenförmigen Fahrzeugen eine Sackgasse oder zumindest eine vorübergehende Phase ist, die bereits ihren Höhepunkt erreicht hat.

Wir brauchen niedrigere Autos. Für die Aerodynamik, für die Reichweite, einfach weil es sie gibt.

Die Physik lügt nicht

SUVs sind schwer. Sie ziehen durch die Luft wie ein Fallschirm aus Reue.

Samuelsson argumentiert, dass sich Elektrofahrzeuge diesen Widerstand einfach nicht leisten können. Niedrigerer Frontbereich bedeutet weniger Widerstand. Weniger Widerstand bedeutet, dass Sie mit einer Ladung weiter fahren. Es ist grundlegende Physik. Je mehr Sie gegen die Luft kämpfen, desto mehr zahlen Sie dafür.

Waggons? Sie sitzen tief. Sie schneiden durch den Wind. Sie sind die logische Weiterentwicklung, doch sie sind verschwunden.

Warum haben wir sie verlassen?

Niemand weiß es wirklich, außer dass sich SUVs „nützlich“ anfühlen. Sie gelten als leistungsfähig, robust und sicher. Kombikäufer werden von Leuten als praktisch bezeichnet, die zwar robust sein wollen, ihnen aber die Federung dafür fehlt.

Ein Generationswechsel?

Hier ist der Clou: Samuelsson prognostiziert einen Generationswechsel.

Die Kinder von heute – die in SUVs aufgewachsen sind – wollen eigentlich nicht das, was ihre Eltern gekauft haben. Sie wollen Stil. Sie wollen Handhabung. Sie wollen etwas, das nicht nur ein weiterer Plastiktank ist, der im Einkaufszentrum geparkt wird.

„Ich glaube nicht, dass wir in 10 Jahren nur noch SUVs haben werden.“

Das ist kein Flüstern. Es ist eine Erklärung des Chefs eines Unternehmens, das für den 240 Turbo Kombi und den V50 bekannt ist.

Er sagt, Volvo „prüft“ weitere Kombis. Insbesondere die V60 -Linie wird wahrscheinlich bald mehr Action erleben. Vielleicht in fünf Jahren. Vielleicht weniger. Aber das Signal ist da.

Ist der Markt bereit?

Schwer zu sagen. Mercedes scheint anderer Meinung zu sein. Aber Volvo sieht eine Lücke. Ein Raum für Autos, die wie Autos fahren, aber Fracht wie Lastwagen transportieren.

Wenn Samuelsson recht hat, wird die Autobahn wieder interessant. Wenn er sich irrt … nun, wir sitzen alle in großen Fahrzeugen fest, bis uns die Batterien völlig entladen.