Polestars Hintertür-Strategie: Der „Estate“ 4 ist da

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Die Tarnung ist halboffen. Oder vielleicht einfach an den richtigen Stellen. Ein Leser schickte Fotos an Autocar. Sie zeigen einen Polestar 4 beim Test auf britischen Straßen, aber irgendetwas fühlt sich… anders an. Länger vielleicht? Genauer gesagt nicht länger. Nur hinten breiter. Traditioneller.

Das ist nicht das Coupé, das man jeden Tag sieht.

Praktikabilität statt gewagtem Flair

Schauen Sie sich die Heckscheibe an.

Da ist es. Konventioneller, flacher, langweilig nutzbarer Fensterraum. Der aktuelle 4er verzichtet darauf und verlässt sich stattdessen auf einen Video-Feed für die Rückansicht – eine Spielerei, die so lange cool aussieht, bis Ihnen ein Schraubenzieher zwischen Rücksitz und Tür fällt. Jetzt? Glas. Echtes Glas. Dadurch sieht das Auto wieder wie ein Standard-SUV aus und die aggressive, keilförmige Dachlinie wird etwas ruhiger.

Ist es wichtig? Vielleicht nicht an das Designteam. Es ist wichtig für die Leute, die sich in diesen Bereich einkaufen. BMW hat den iX3. Mercedes hat den GLC Electric. Beide sind praktische Biester. Polestar muss Feuer mit Feuer bekämpfen.

Michael Lohscheller, CEO von Polestar, redete nicht lange:

„Der Polestar 4 ist ein Verlierermodell, wenn man die Praktikabilität außer Acht lässt: Manche Leute haben Hunde.“

Warten. Er sagte gewinnen. Aber die Logik ist fundiert. Das aktuelle Auto ist wunderschön. Dieser ist verwendbar. Es behält den Motor, die Batterie, die Seele – schafft aber mehr Platz im Kofferraum, wo Menschen tatsächlich Lebensmittel hineinstopfen können.

Spiele benennen

Später in diesem Jahr wird die Trennung offiziell. Der neue SUV-Kombi behält den Namen Polestar 4. Das Original? Es wird als Polestar 4 Coupé beiseite geschoben. Einfaches Rebranding, um das Spielzeug vom Werkzeug zu trennen.

Die Frontends bleiben identisch. Sogar nicht zu unterscheiden. Machen Sie sich also nicht die Mühe, den Kühlergrill zu überprüfen. Überprüfen Sie die Dachlinie.

Die Zollfalle

Hier ist der chaotische Teil. Ursprünglich wollte Polestar diese im südkoreanischen Busan bauen. Warum? Um den massiven US-Zöllen auf alles, was in China hergestellt wird, auszuweichen. Eine clevere Problemumgehung. Sogar notwendig.

Aber die Tür wurde trotzdem zugeschlagen.

Letzte Woche haben die USA Polestar verboten. Der Grund? Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit im Zusammenhang mit in China hergestellter Elektronik. Eine Formsache, die vielleicht als Schutzschild dient, aber dennoch eine Mauer ist. Polestar ist vorerst nicht auf dem US-Markt. Zeitraum.

Was kommt also als nächstes?

Lohscheller dreht das Gespräch völlig. Die USA sind verloren. Der Fokus verlagert sich stark auf Europa. Vielleicht Asien. Vielleicht Kanada. Die Erzählung wechselt von der globalen Eroberung zum regionalen Überleben.

„Die Automobilindustrie tritt in eine Phase ein, die von Grenzen geprägt ist“, stellt er fest.

Er sagt nicht, ob das Werk in Busan für europäische Autos geöffnet bleibt. Oder ob der Bau in Korea überhaupt stattfinden wird. Wir werden abwarten und sehen. Im Moment möchte die Öffentlichkeit, die Hunde besitzt, nur wissen, wann ihr SUV ankommt.