Wie Lotus sein 2 Millionen US-Dollar teures Evija-Hypercar mit Ray-Traced-3D-Konfigurator verkauft

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Lotus ließ im Juli eine Bombe platzen. Der Evija ist nicht nur ein weiteres elektrisches Konzept. Es handelt sich um ein vollständig ausgereiftes Hypercar mit einem Preis, der Ihren Geldbeutel zum Weinen bringt. Ein Komma sieben Millionen Euro vor Optionen. Vor Steuern. Und die ersten 130 Einheiten waren sofort ausverkauft.

Die Marke plant, im Sommer mit der Auslieferung zu beginnen. Doch vorerst müssen zukünftige Eigentümer warten. Um die Langeweile zu vertreiben, hat Lotus einen maßgeschneiderten Konfigurator entwickelt. Es ist kein typischer webbasierter Farbwähler. Dabei handelt es sich um High-End-Technologie, die als Verkaufstool getarnt ist.

Raytracing für reale Beleuchtung

Die Schnittstelle läuft auf einem Touchscreen. Es verwendet Rendering-Techniken, die direkt aus modernen Videospielen übernommen wurden. Das Ziel? Fotorealismus.

Kunden können den Evija aus jedem Blickwinkel betrachten. Innen. Draußen. Überall. Sie können jede verfügbare Option kombinieren. Der eigentliche Trick besteht jedoch darin, wie das Auto in verschiedenen Umgebungen aussieht.

Lotus hat Raytracing implementiert. Hierbei handelt es sich um eine Computergrafikmethode, die den Lichtweg modelliert, um realistische Effekte zu simulieren. Sie kennen den Schimmer von Chrom. Die Art und Weise, wie Sonnenlicht auf einen gebogenen Kotflügel trifft. Die subtile Lichtbrechung durch ein Fenster. Der Simulator erledigt das alles.

Käufer können im Wesentlichen genau vorhersagen, wie ihr Auto in ihrem jeweiligen Land unter der Sonne aussehen wird. Wählen Sie eine Körperfarbe. Beobachten Sie, wie das Licht reagiert. Es ist präzise.

Ein digitales Souvenir vor der physischen Lieferung

Wenn der Anpassungsprozess abgeschlossen ist, erhalten Sie eine Belohnung. Ein 360-Grad-Video Ihrer spezifischen Evija-Konfiguration. Es dient als digitaler Platzhalter, während Sie auf die eigentliche Hardware warten.

Es gibt noch mehr. Jeder Besitzer erhält ein einzigartiges Fotoalbum. Es dokumentiert die Montageschritte ihres spezifischen Fahrzeugs. So können Sie beim Bau zusehen. Sie können die Hände sehen, die Ihre Maschine berührt haben.

Für den Rest von uns hat Lotus ein Video geteilt, in dem drei verschiedene Außenfarben gezeigt werden. Schwarz. Gelb. Rot.

Sie sehen alle unglaublich aus. Die Linien auf dem Evija sind aggressiv. Die Aero-Elemente sind ausgeprägt. Die Farben lassen sie einfach hervorstechen.

Rohzahlen im Dashboard

Reden wir über die Spezifikationen. Denn ein hübsches Auto mit schwachen Motoren ist nur ein Briefbeschwerer.

Der Evija ist elektrisch. Es verfügt über vier Motoren. Sie leisten umgerechnet 2.000 PS. Das ist eine atemberaubende Menge an Kraft. Das Drehmoment liegt bei 1.700 Nm.

Höchstgeschwindigkeit? 320 km/h.

Bei der Beschleunigung wird es beängstigend. Von null auf 100 km/h geht es in weniger als drei Sekunden. Das ist Supersportwagen-Territorium. Hybrid-Hypercar-Territorium. Fast Formel-1-Territorium.

Die Reichweite wird im WLTP-Zyklus auf 400 Kilometer geschätzt. Dafür sorgt ein Batteriepaket mit 70 kWh Energie. Die Anlage liefert eine Leistung von 2.000 kW.

Lotus behauptet, dies mache den Evija zum leistungsstärksten Serienauto der Welt. Ob dieser Titel hängen bleibt, hängt davon ab, wer zählt und wann er seine eigenen Monster ankündigt.

Die Technologie hinter dem Konfigurator lässt ein Maß an Sorgfalt für das Käufererlebnis vermuten, das in dieser Preisklasse selten ist. Es erkennt an, dass Sie nicht nur ein Auto kaufen. Sie kaufen ein Stück Geschichte. Und Sie möchten es genau so sehen, wie Sie es möchten, bevor das Metall auf den Asphalt trifft.

Warten ist schwer. Aber Ihr Auto in perfekter Beleuchtung auf einem Bildschirm betrachten? Das hilft. Bis die Schlüssel tatsächlich eintreffen.

Lotus Evija: Das 2.000 PS starke elektrische Hypercar

Geely besitzt jetzt Lotus. Das wissen Sie. Doch die Rückkehr der britischen Marke ist nicht subtil. Es ist laut. Gewalttätig. Elektrisch.

Der Lotus Evija ist nicht nur ein weiteres Elektrofahrzeug. Es ist ein Statement aus Kohlefaser und Ehrgeiz. Mit einer angeblichen Leistung von 2.000 PS setzt Lotus auf eines: rohe, unverfälschte Leistung. Theoretisch ist es damit das leistungsstärkste Serienauto der Welt. Bevor Sie diese Behauptung überprüfen, denken Sie daran: Lotus hat noch nicht mit der Serienproduktion begonnen. Die Spezifikationen sind Richtwerte. Versprechen. Aber das Design? Das ist schon real.

Schauen Sie sich die Nase an. Ja, es leiht sich etwas vom Ferrari SF90. Aber der Rest erzählt eine andere Geschichte. Zwei massive Lufteinlässe graben sich in die Motorhaube ein, verbreitern sich über die Türen und treten durch riesige, mit LEDs umrandete Lüftungsschlitze am Heck aus. In der Rückansicht glänzt der Evija. Es ist aggressiv. Clever. Schmetterlingstüren öffnen sich per Fernklick. Keine Griffe. Nur glatte, ununterbrochene Oberflächen. Die Spiegel? Einziehbare Kameras. Diskret. Aerodynamisch.

Die Aerodynamik ist kein nachträglicher Einfall. Sie sind der Punkt.

300 km/h in unter 9 Sekunden brechen

Treten Sie ein. Es ist futuristisch, aber zurückhaltend. Dominiert wird die schwebende Mittelkonsole. Wabenmuster auf den Knöpfen? Sie wiederholen sich auf den Brems- und Gaspedalen. Subtile Detailarbeit.

Nun zu den Zahlen. Vier Elektromotoren. Allradantrieb. 2.000 PS. 1.700 Nm Drehmoment. Das ist eine Menge Wendung. Um die Leistung abzubauen, ohne durchzudrehen, nutzt Lotus Torque Vectoring. Anspruchsvolles Zeug.

Die behauptete Leistung ist atemberaubend. Von 0 auf 100 km/h in unter drei Sekunden. Von 0 auf 300 km/h in unter neun Jahren. Höchstgeschwindigkeit? Bescheiden klingende 320 km/h. Für ein Hypercar mit zweistelligen PS-Werten erscheint das wenig. Aber Höchstgeschwindigkeit ist hier nicht das Ziel. Startkontrolle ist.

Die Stromversorgung erfolgt über eine 70-kWh-Batterie mit einer Entladeleistung von 2.000 kW. Das ist eine wahnsinnige Kapazität. Die Reichweite liegt nach WLTP-Standard bei etwa 400 km. Noch wichtiger ist, dass es das 350-kW-Schnellladen unterstützt. Vollständig aufgeladen in 18 Minuten. Das ist nicht nur schnell. Das ist praktisch für ein Auto, das fast zwei Millionen Euro kostet.

Apropos Preis. Sie werden keinen mit Kleingeld vom Sofa aus kaufen.

Exklusiv und teuer

Lotus behält diese Rarität. Es werden nur 130 Einheiten gebaut. Die Produktion beginnt nächstes Jahr. Der Startpreis? Rund 1,7 Millionen Euro vor Steuern und Optionen. Das ist viel Geld für ein Auto, das man noch nicht auf der Straße sieht. Ein Auto, dessen Leistungswerte immer noch anspruchsvoll sind.

Aber das ist das Hypercar-Spiel. Es geht nicht um den Nutzen. Es geht darum, der Schnellste zu sein. Am lautesten. Das teuerste. Der, über den alle reden, den aber nur wenige jemals besitzen werden.

Lotus möchte wieder dieses Auto sein. Der Evija ist ihr Schuss.