Mitsubishi Pajero kehrt zurück: Body-on-Frame-Plattform und Triton-DNA bestätigt

11

Die Legende ist zurück. Nachdem die vierte Generation im Jahr 2021 in den Ruhestand ging, lässt Mitsubishi den Pajero wieder auferstehen. Und dieses Mal machen sie keine Abstriche. Das kommende Flaggschiff-SUV ist kein Unibody-Crossover. Es handelt sich um eine ernsthafte Maschine mit Karosserie und Rahmen, die dafür gebaut ist, Gelände zu meistern, in dem kleinere Fahrzeuge um Gnade schreien würden.

Berichte aus Japan deuten auf eine Premiere dieses wiedergeborenen Offroaders am 2. September hin. Auf einigen Märkten ist es als Montero bekannt. Berichten zufolge verzögert sich die Markteinführung in Nordamerika jedoch bis etwa 2030. Das ist eine lange Wartezeit für Enthusiasten, aber Mitsubishi hat eine größere Familie in Arbeit.

Auf Truck-Wurzeln aufgebaut, nicht auf Crossovers

Vergessen Sie die weich gefederten Plattformen moderner Familientransporter. Der neue Pajero sitzt auf einem vom Mitsubishi Triton (L200) abgeleiteten Leiterrahmen. Wir kennen diesen Pickup. Es dient auch als Rückgrat für den Nissan Navara. Diese gemeinsame Abstammung deutet auf ein robustes, langlebiges Fundament hin, das eher für den Einsatz als für Asphaltfahrten konzipiert ist.

Das passiert, wenn Ingenieure den Nutzen priorisieren. Die Karosserie-auf-Rahmen-Konstruktion sorgt für strukturelle Steifigkeit, wenn die Räder den Boden verlassen. Es ermöglicht auch eine bessere Beweglichkeit auf steinigen Wegen. Für Käufer, die nach den Spezifikationen des neuen Mitsubishi Pajero-Modells fragen, ist das Chassis das Hauptmerkmal. Es ist eine Rückkehr zur Kernkompetenz der Marke.

Erweitertes Drehmomentmanagement

Unter dem Blech verspricht Mitsubishi das, was sie Super-All Wheel Control (S-AWC) nennen. Es klingt wie Marketing-Flausch, bis man sich anschaut, was es tatsächlich bewirkt. Dabei handelt es sich nicht nur um ein bedarfsgesteuertes AWD-System. Es handelt sich um einen fortschrittlichen Allradantrieb mit Torque Vectoring.

Das System optimiert die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Das Ziel? Bessere Traktion. Verbesserte Stabilität. Es verwaltet aktiv die Kraftverteilung, um das Fahrzeug in der gewünschten Richtung zu halten, selbst wenn der Untergrund rutschig oder locker wird. Fahrer werden wahrscheinlich Zugriff auf auswählbare Modi haben, ähnlich wie beim Triton. Denken Sie an Normal, Öko, Schotter, Schnee. Aber auch die Schwergewichte: Schlamm, Sand und Fels. Für ernsthafte Kriechfahrten sollte ein Low-Range-Getriebe mit gesperrtem Mittendifferenzial auf der Speisekarte stehen.

Der neue Pajero lässt nicht nur einen Namen wieder aufleben; Es belebt die Philosophie wieder, dass SUV erst leistungsfähig sein sollten, bevor sie komfortabel sind.

Kabinentechnik und Old-School-Mut

Mitsubishi ignoriert moderne Erwartungen nicht. Ein früherer Teaser enthüllte die Rückkehr eines Multi-Info-Messgeräts. Fans des Original-Pajero werden dieses Detail zu schätzen wissen. Es ist nicht nur ein digitaler Bildschirm. Es handelt sich um einen speziellen Offroad-Monitor, der Nickwinkel, Rollwinkel, Höhe, Kompassrichtung und Drehmomentverteilung anzeigt. Sie können in Echtzeit genau sehen, wie sich das Fahrzeug durch schwieriges Gelände bewegt.

Erwarten Sie, dass sich die Materialien im Inneren im Vergleich zu Arbeitspferd-Pickups deutlich verbessern. Dies ist ein familienorientiertes Fahrzeug. Weichere Oberflächen, eine bessere Geräuschisolierung und eine verfeinerte Ergonomie sollten die praktischen Kunststoffe seines Lkw-Geschwisters ersetzen. Es ist eine Brücke zwischen Hardcore-Fähigkeit und Alltagstauglichkeit.

Die Aufstellung und das Vermächtnis

Dieses erste Debüt ist nur die Spitze des Eisbergs. Die jüngsten Präsentationen von Mitsubishi deuten auf eine breitere Modellfamilie hin. Sollte das Flaggschiff Pajero Erfolg haben, ist damit zu rechnen, dass in den kommenden Jahren kleinere Derivate folgen werden. Sie wollen direkt mit dem Toyota Land Cruiser und dem Nissan Patrol konkurrieren. Der Markt für Karosserie-SUVs ist überfüllt, aber die Nachfrage nach echten Offroadern bleibt groß.

Das Typenschild hat Gewicht. Über dreißig Jahre lang, von seinem Debüt im Jahr 1982 bis zu seiner Pause im Jahr 2021, wurden vom Pajero drei Millionen Einheiten verkauft. Es erlangte den Ruf seiner Zuverlässigkeit. Es überlebte raue Klimazonen vom Nahen Osten bis zum australischen Outback. Die Herausforderung besteht nun darin, die Erwartungen einer neuen Generation von Käufern zu erfüllen, die unterschiedliche Definitionen von Luxus haben.

Mitsubishi hat finanzielle Probleme. Ein erfolgreiches Pajero-Revival könnte die Marke stabilisieren. Aber der verzögerte US-Start ist ein Risiko. Diese Tür bis 2030 geschlossen zu lassen, während Konkurrenten die Lücke füllen, scheint eine verpasste Chance zu sein. Dennoch fühlt es sich wie ein Hauch frischer Luft an, wenn man zusieht, wie Mitsubishi sich wieder auf seine Truck-Wurzeln besinnt, anstatt den Elektro-Crossover-Trends hinterherzujagen. Im Gegensatz zu den umbenannten Eclipse-Crossovern der letzten Zeit wird dieser Pajero unverkennbar ein Mitsubishi sein.