Warum die beste Qualität von Ford aus China und Mexiko kommt

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Früher war Ford ein Synonym für Rückrufaktionen. Die Marke litt jahrelang unter der Last dieses Rufs.

Jetzt ändert sich die Rechnung. Jim Farley, CEO von Ford, scheut sich nicht, wenn es darum geht, wo das Unternehmen Erfolg hat. Er gibt zu, dass die Fabriken, die den aktuellen Qualitätsmaßstab setzen, nicht in Detroit oder Michigan liegen. Sie sind in China und Mexiko.

Der Außenseiter? Gebaut in Mexiko. Der Bronco Sport? Auch in Mexiko hergestellt. Beide stammen aus Fabriken, die ihre amerikanischen Pendants in strengen Herstellungsprozessen durchweg übertreffen.

Es ist nicht so, dass es den amerikanischen Arbeitern an Fähigkeiten mangelt. Es liegt daran, dass unterschiedliche Arbeitsplatzkulturen unterschiedlich auf Prozessänderungen reagieren.

Der chinesische und mexikanische Vorteil

Farley war direkt mit Reportern. Er sagte, dass die Werke in China und Mexiko das höchste Maß an Einhaltung der Standardproduktionsprotokolle aufweisen. Sie zeigen auch eine tiefere Problemlösungsfähigkeit, wenn in der Fabrikhalle Probleme auftreten.

Hier geht es nicht darum, der Geographie die Schuld zu geben. Es geht darum zu erkennen, wie menschliches Verhalten mit Automatisierungs- und Qualitätskontrollprotokollen zusammenhängt.

„Verschiedene Länder haben unterschiedliche Kulturen und unterschiedliche Ansätze“, erklärte Farley. Diese Ansätze können Qualitätsverbesserungen entweder beschleunigen oder behindern. Farley stellt fest, dass die Arbeitnehmer in diesen ausländischen Märkten die Werkzeuge der künstlichen Intelligenz mit größerer Begeisterung angenommen haben.

Software hilft natürlich. Aber Software erkennt keine lockere Schraube. Ein menschliches Auge tut das. Und Berichten zufolge sind die Arbeiter in China und Mexiko derzeit in Bezug auf diese Details schärfer.

Es gibt keinen Ersatz für Fachkräfte.

Farley besteht darauf, dass KI kein Wundermittel ist. Eine dauerhafte Qualität hängt immer noch davon ab, dass erfahrene Mitarbeiter potenzielle Mängel erkennen, bevor das Auto überhaupt beim Händler ankommt.

UAW-Anlagen verbessern sich endlich

Es könnte sich hart anfühlen, die amerikanischen Fabriken als rückständig zu bezeichnen. Es ist auch unvollständig.

Die von der United Auto Workers (UAW) vertretenen Fabriken haben ihre Qualitätsmaßstäbe in den letzten Jahren rasch verbessert. In der neuesten J.D. Power Initial Quality Study belegte Ford unter den Mainstream-Marken den ersten Platz für Erstqualität.

Vor ein paar Jahren lag Ford in dieser Rangliste ganz unten. Heute sind sie an der Spitze. Dies ist das Ergebnis eines aggressiven, vierjährigen Vorstoßes zur Überarbeitung der Art und Weise, wie das Unternehmen die Fertigungskultur im Inland handhabt.

Dennoch fühlt sich die Verbesserung fragil an.

Ford ruft immer noch Autos zurück. Und es sind nicht nur alte Modelle, die in Lagerhallen verstauben. Auch einige der neuesten Fahrzeuge werden zurückgerufen. Dies deutet darauf hin, dass die Modernisierung der amerikanischen Anlagen zwar beeindruckend, aber noch nicht vollständig ist.

In den USA hergestellte Importe stehen auf dem Prüfstand

Farleys Kommentare spiegeln allgemeinere Trends wider, die alle amerikanischen Autohersteller und Importeure betreffen.

Toyota und Nissan haben kürzlich Kunden in Japan gewarnt. In den USA gebaute Autos können mit geringfügigen Schönheitsfehlern ankommen. Lackfehler. Ungleichmäßige Passform des Panels. Probleme, die den Inspektoren in ihren heimischen Fabriken nicht entgehen würden, in amerikanischen Fabriken jedoch schon.

Diese Mängel bleiben oft hinter den Erwartungen zurück, die man an in Tokio oder Osaka hergestellte Autos stellt. Es wirft unangenehme Fragen zu den Standards in den USA auf.

Geht die Kosteneinsparungsmaßnahme der nordamerikanischen Produktion zu Lasten sorgfältiger Details?

Ford argumentiert, es handele sich nicht um eine Entweder-Oder-Situation. Technologie ist die Zukunft der Qualitätskontrolle. KI kann riesige Datensätze verarbeiten, um vorherzusagen, wo ein Fehler auftreten könnte. Aber der Mensch bleibt die letzte Kontrolle.

Wenn die US-Werke die neuen digitalen Tools mit der gleichen Problemlösungskultur kombinieren können, die in Farleys bevorzugten Auslandsstandorten zu finden ist, könnten die Rückrufquoten endlich sinken.

Im Moment befinden wir uns in einer Übergangsphase. Die Zahlen gehen in die richtige Richtung. Die Stimmung ist noch nicht ganz da.